Arbeitstitel „Egalität, Aggression, Antisemitismus. Sozialpsychologische Fragmente zur Untersuchung der Judenfeindlichkeit“

Unter dem Arbeitstitel „Egalität, Aggression, Antisemitismus. Sozialpsychologische Fragmente zur Untersuchung der Judenfeindlichkeit“ ist eine Monographie entstanden. Sie umfasst 190 Seiten und wird zur Veröffentlichung im nächsten Jahr vorbereitet.

In der Monographie wird der Frage nachgegangen, welche Bedeutung der Aggression für den Antisemitismus zukommt. Zu dieser Frage werden Analysen in den Bereichen Toleranz, Tötungsverbot, motivationale Tiefenstruktur der Persönlichkeit, Identitätszerstörung, antijüdische Zuspitzung der Aggression und Ablösung des Typus des autoritären Charakters durch einen neuen selbstrückbezüglichen Typus vorgelegt. In diesem Typus setzt sich Egalität in formaler Weise durch. Deshalb wird die These vertreten, daß Selbstrückbezüglichkeit Einstellungen begünstigt, die judenfeindliches Verhalten dem Rechtsextremisten überlassen. Es entsteht die soziale Form der Komplizenschaft, in der der Rechtsextremist die aggressiven Impulse ausführt, die der Selbstrückbezügliche sich nicht gestattet. – Unter „Monographien“ findet sich eine Leseprobe.